Dienstag, 6. November 2018

Umzug, Höstlov und mehr

Seit mehr als einer Woche bin ich jetzt bei meiner neuen Gastfamilie und ich habe mich bis jetzt schon sehr gut eingelebt. Mir geht es hier wirklich mega gut und fühle mich, seit ich hier in Schweden bin, das erste Mal so wirklich wohl. Schon nach den ersten Tagen habe ich gemerkt wie ich dieses "richtige Familienleben" vermisst habe, also zusammen essen, sich über den Tag unterhalten und so weiter, Das hatte ich ja bei meiner letzten Gastfamilie überhaupt nicht. Ich könnte an einer Hand abzählen, wie oft wir zusammen an einem Tisch gegessen haben und das war dann auch nur, wenn sie Besuch bekommen haben. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich meine neuen Gasteltern wirklich für mich interessieren, denn vorher wurde ich nie gefragt, wie mein Tag war oder was ich am nächsten Tag vor habe. Meine Gasteltern haben am ersten Tag gleich gesagt, dass sie nur Schwedisch mit mir sprechen werden und ich auch versuchen soll auf Schwedisch zu antworten. Bis jetzt klappt es sogar ganz gut, worüber ich echt überrascht bin, auch wenn ich trotzdem manchmal noch zu Englisch wechseln muss. Also kurz gesagt: Ich bin sehr sehr glücklich hier. Leider gibt es trotzdem einen Haken. Hier werde ich auch nicht mehr lange wohnen, denn das hier ist immer noch keine Familie für das restliche Jahr, denn AFS hat noch immer keine Familie gefunden. Eigentlich war ja auch geplant, dass ich diesen Sonntag schon wieder umziehen muss, aber das wird jetzt nicht so sein und ich werde hier noch länger wohnen. Wie lange weiß ich nicht, AFS muss erst eine Familie finden. Bis dahin heißt es warten.
Die ganze letzte Woche hatte ich frei, denn ich hatte endlich Herbstferien. Das war echt gut, denn ich brauchte echt Ferien und ich hatte genug Zeit das Haus und die Umgebung zu erkunden. Zwar war ich tagsüber alleine, weil meine Gasteltern arbeiten mussten und meine Gastgeschwister in der Schule waren, aber das war kein Problem. Den Tag vor dem Umzug habe ich mich noch mit meiner Kontaktperson, Lisa,  getroffen und wir sind zusammen ins Fotografie-Museum hier in Stockholm gegangen, da wir und beide sehr für Fotografie interessieren. Es sind immer unterschiedliche Ausstellungen von verschiedenen Künstlern dort. Es war wirklich sein schöner Tag und auch schön, sich mal wieder mit ihr auszutauschen. Am Montag danach bin ich mit ein paar Freunden Rollschuh fahren gewesen. Wir waren in so einem richtig coolen Restaurant mit Rollschuhfläche und Bowlingbahn. Das Restaurant war im 50er-Stil eingerichtet und sah aus wie ein amerikanisches Diner:




Das Restaurant, wo wir auch gegessen haben

Das ist Yosra, eine meiner besten Freundinnen hier:)



 Auf der Rollschuhbahn wurden dann auch ganz viele alte Songs gespielt, nicht nur aus den 50ern, sondern auch aus den 60ern, 70ern, 80ern und 90ern. Ich kannte sogar ein paar der Songs:D Zwar war alles in allem sehr teuer, aber ich finde es hat sich auf jeden Fall gelohnt:D
Am Mittwoch war ja Halloween, ich war aber zu Hause und habe nichts besonderes gemacht, außer Halloweenfilme mit einer Tasse heißen Schokolade geguckt. Eigentlich schade, denn ich liebe Halloween. In Deutschland wird es ja nicht so gefeiert, hier in Schweden aber viel viel mehr. Die ganze Stadt war dekoriert und ganz viele Läden hatten Halloweendeko, -süßigkeiten, oder sonst alles was mit Halloween zu tun hat. Alle Kinder sind am Abend draußen rumgegangen und haben Süßigkeiten gesammelt, darunter auch meine Gastgeschwister. Meine Brüder haben am Nachmittag Kürbisse ausgeschnitzt und als es dann dunkel war und die Kerzen in den Kürbissen an waren, kam dann auch ein bisschen Halloweenstimmung zu Hause auf.
Am letzten Wochenende war in der Halle, in der ich hier turne, ein Wettkampf, bei dem ich Samstag und Sonntag zugeschaut habe. Es war ein internationaler Wettkampf und es waren Turnerinnen und -turner aus Deutschland, den Niederlanden, Polen, Portugal, Finnland, Island, Norwegen und natürlich Schweden dort. Es war mega cool zuzuschauen und auch zu sehen, was man nicht kann:D Nächstes Wochenende haben wir "uppvisning" und einen Wettkampf in meiner Trainingshalle, sowas wie "Tag der offenen Tür". Am Samstag führt jede Gruppe meines Vereines etwas vor und am Sonntag ist ein Wettkampf. Für die Show proben wir diese und nächste Woche ganz viel und meine Gasteltern haben auch schon gesagt, dass sie gerne kommen und zugucken möchten. Leider kann ich bei dem Wettkampf nicht mitturnen, da ich kein schwedischer Staatsbürger bin und keine persönliche Nummer habe. Da verschiedene Vereine aus ganz Schweden kommen und das kein interner Wettkampf von unserem Verein ist, geht es leider nicht ohne. Finde ich echt schade, da ich schon gerne mitgeturnt hätte, aber ist nunmal so. Mein Training steht ein bisschen im Konflikt mit meinen ganzen Hausaufgaben, mal gucken wie ich das alles schaffe...
Ich melde mich bald wieder!

Vi ses, Lea








Am Montag hatte ich wieder Schule und ich muss sagen, ich habs nicht vermisst. Ich hab jetzt schon wieder so viele Hausaufgaben.

1 Kommentar:

  1. Es freut mich so sehr für dich wie gut alles läuft, meine süße! Ganz ganz liebe grüße aus deutschland, liebe dich! <3

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