Vor knapp zwei Wochen, als ich mich super gefreut habe schon einen Monat hier zu sein, habe ich immer wieder erwähnt, wie schnell die letzten Wochen doch verflogen sind und dass es sich doch anfühlt, als ob ich erst vor ein paar Tagen ins Flugzeug nach Stockholm gestiegen bin. Ich hatte Geburtstag und bin an dem Tag mit Marco, einem Austauschschüler aus Italien, der auch auf meine Schule geht, in Kino gegangen und den Tag danach habe ich mit ein paar Leuten aus meiner Schule in Gröna Lund verbracht. Jetzt, knapp zwei Wochen später, fühlt es sich so an, als wäre ich schon länger hier. Viel zu lange. Ich hatte schon häufiger Tiefpunkte, während denen ich mir immer gewünscht habe, zu Hause zu sein und mich gefragt habe, warum ich das hier überhaupt mache. 10 Monate freiwillig von Zuhause fortzugehen, in ein fremdes Land. Was habe ich mir überhaupt dabei gedacht? Ich glaube es liegt daran, dass ich noch nicht so wirklich angekommen bin. Bei meiner Gastfamilie fühle ich mich nicht so wirklich wohl und auch mit den anderen Austauschschülern, die in Stockholm platziert sind, werde ich nicht so wirklich warm. Vor allem in der Anfangszeit haben wir in uns häufig getroffen, doch ich habe es einfach jedes Mal gemerkt, dass es irgendwie nicht so passt. Außerdem habe ich wirklich wirklich viel für die Schule zu tun, denn die Lehrer drücken uns Unmengen von Hausaufgaben rein. Deshalb bestehen meine Tage im Moment eigentlich nur aus Schule, dann Hausaufgaben machen und ins Bett gehen. In meinem Kopf kreisen die Gedanken nur so umher und manchmal habe ich das Gefühl, dass mir gleich der Kopf platzt. Ich bin mega überfordert mit der Situation und ich weiß nicht mal warum. Vielleicht weil ich mir alles ganz anders vorgestellt habe? Man sagt ja eigentlich immer, vor dem Auslandsjahr soll man keine Erwartungen haben und irgendwie habe ich versucht, jede Vorstellung aus meinem Kopf zu verbannen, aber geklappt hat es nicht. Ein paar Erwartungen hat man doch immer, oder?
Die letzte Woche war sowieso nochmal eine Umgewöhnung, denn ich habe fünf Tage bei einer anderen Gastfamilie in Stockholm gewohnt. Meine Gasteltern sind mit meinen Gastgeschwistern in den Norden gefahren um die Familie zu besuchen und ich konnte in der Zeit nicht alleine zu Hause bleiben. Gewohnt habe ich bei einer Familie die schon eine andere Austauschschülerin, aus Finnland, aufgenommen hat. Mit ihr hatte ich vorher nicht so wirklich was zun tun, deswegen war es am Anfang erstmal komisch in einem Haus zu wohnen, aber sie ist wirklich nett. Aber gesehen haben wir uns sowieso nicht so viel, da wir immer zu unterschiedlichen Zeiten außer Haus waren. Dort zu Hause habe ich mich nach einer kurzen Zeit zum ersten Mal hier in Schweden so richtig wohl gefühlt und ich wollte nach den fünf Tagen eigentlich nicht mehr gehen. In 4 1/2 Wochen ungefähr ziehe ich eigentlich planmäßig auch endlich um, allerdings habe ich bis jetzt noch nichts von meiner nächsten Gastfamilie gehört. Am Sonntag treffe ich mich mit meiner Koordinatorin, die auch hier in Stockholm wohnt, vielleicht weiß sie ja schon mehr.
Was soll ich sagen. auch wenn´s mir im Moment nicht so gut geht, versuche ich das Beste au der Situation zu machen, schließlich hat´s ja noch keinem was gebracht, immer nur schlechte Laune zu haben.
Wir hören von einander:)
Lea
Donnerstag, 27. September 2018
Mittwoch, 5. September 2018
Nationalpark Tyresta
Am 26.8 sind wir in den Tyresta Nationalpark gefahren um dort wandern zu gehen. Wir haben uns dort mit Freunden meiner Gastfamilie getroffen, die auch zwei Kinder haben.
Wir wollten gar nicht so weit in den Park reinlaufen, weil das mit vier kleinen Kindern einfach unmöglich ist, also sind wir die "Kinderstrecke" (ca.3km am Rande des Parks) gewandert. Nach der Hälfte der Strecke haben eine Pause an einem kleinen See gemacht. Wir saßen am Ufer auf ein paar großen Steinen, haben kleine Pfannkuchen auf einem winzigen tragbaren Gasherd gemacht und einfach nur die Sonne genossen. Die anderen sind sogar schwimmen gegangen, aber mir war einfach zu kalt bei 15 Grad:D
Von Ruhe kann man aber wirklich nicht sprechen, denn vier kleine Kinder sind wirklich alles andere als ruhig und alle vier haben die Erwachsenen an dem Tag ganz schön auf Trab gehalten. Es ging von "der und der hat mich gehauen" über "nein, nicht ins Wasser springen, du kannst nicht schwimmen" bis "ich glaube es wäre eine gute Idee alle Socken ins Wasser zu schmeißen *platsch*". Und das Ende vom Lied: alle Socken waren nass, wir mussten sie mit Hilfe eines Stockes aus dem Wasser fischen und in der Sonne trocknen lassen.
Der Tag war super schön und die Natur ist wirklich der absolute Wahnsinn.
Wir wollten gar nicht so weit in den Park reinlaufen, weil das mit vier kleinen Kindern einfach unmöglich ist, also sind wir die "Kinderstrecke" (ca.3km am Rande des Parks) gewandert. Nach der Hälfte der Strecke haben eine Pause an einem kleinen See gemacht. Wir saßen am Ufer auf ein paar großen Steinen, haben kleine Pfannkuchen auf einem winzigen tragbaren Gasherd gemacht und einfach nur die Sonne genossen. Die anderen sind sogar schwimmen gegangen, aber mir war einfach zu kalt bei 15 Grad:D
Von Ruhe kann man aber wirklich nicht sprechen, denn vier kleine Kinder sind wirklich alles andere als ruhig und alle vier haben die Erwachsenen an dem Tag ganz schön auf Trab gehalten. Es ging von "der und der hat mich gehauen" über "nein, nicht ins Wasser springen, du kannst nicht schwimmen" bis "ich glaube es wäre eine gute Idee alle Socken ins Wasser zu schmeißen *platsch*". Und das Ende vom Lied: alle Socken waren nass, wir mussten sie mit Hilfe eines Stockes aus dem Wasser fischen und in der Sonne trocknen lassen.
Der Tag war super schön und die Natur ist wirklich der absolute Wahnsinn.
Samstag, 1. September 2018
Das Touri-Pflichtprogramm
Am 20.8 hat mich die Gastmutter von einem Austauschschüler, der auch auf meiner Schule ist, zu einer kleinen "Stadtrundführung" eingeladen, da meine Gasteltern beide arbeiten mussten. Wir sind mit der Tunnelbana ins Zentrum gefahren und haben uns zuerst Gamla Stan angeschaut.
Danach sind wir ins Vasa-Museum gegangen, ein Museum in dem man sich das fast vollständig erhaltene Kriegsschiff Vasa, welches 1628 gesunken ist, anschauen kann und die Gechichte des Schiffes erfährt.
Und anschließend waren wir noch im Freizeitpark Gröna Lund, wo abends auch noch die Band Thirty Seconds to Mars gespielt hat.
Der Tag war auf jeden Fall super schön, aber auch mega anstrengend, weshalb ich zu Hause auch gleich ins Bett gefallen bin:D
Danach sind wir ins Vasa-Museum gegangen, ein Museum in dem man sich das fast vollständig erhaltene Kriegsschiff Vasa, welches 1628 gesunken ist, anschauen kann und die Gechichte des Schiffes erfährt.
Und anschließend waren wir noch im Freizeitpark Gröna Lund, wo abends auch noch die Band Thirty Seconds to Mars gespielt hat.
Der Tag war auf jeden Fall super schön, aber auch mega anstrengend, weshalb ich zu Hause auch gleich ins Bett gefallen bin:D
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